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Weltsensation in Mainz:
U-Bahn-System aus der Römerzeit

von Gudrun Mayer, gepr. und anerk. pseudowissenschaftliche Hilfskraft,
und Reinhold Seelig, Pseudowissenschaftler und Stammtischphilosoph

Schon Tacitus, der berühmte römische Historiker, der um 200 v.Chr. in Mainz, dem damaligen römischen Mogontiacum, an der Joannes-Bonusmontus-Universitas paläforziologistische Morophilie studierte, berichtete von einem voll funktionsfähigen U-Bahnsystem (Systemum Ubaniensis Mogontiaciensium). Weitere Zeitzeugen der Römerzeit, der damalige Präfekt Joculus Fuxus sowie der römische Barde und Carris-Navalis-Sänger Ernestus Negrus, schwärmten in ihren Memoiren in höchsten Tönen über die Qualität und Quantität der U-Bahn-Verbindungen in der Metropole der römischen oberrheinischen Provinz.

Leider ist dieses Wissen um höchste Technik und weltgeschichtlich bedeutendste Leistung im Laufe der Jahrtausende so sehr in Vergessenheit geraten, dass die heutige Bevölkerung, ja sogar auch die sogenannten Archäologen, nichts, aber auch rein gar nichts mehr von diesen prächtigen und glanzvollen Zeiten wissen (oder wissen wollen?).

Umso wichtiger war es, dass wir, Gudrun Mayer, gepr. und anerk. pseudowissenschaftliche Hilfskraft, und Reinhold Seelig, morophiler Pseudowissenschaftler und Stammtischphilosoph, uns zum Ziel gesetzt hatten, dieses im wahrsten Sinne des Wortes "verschüttete Kulturgut" wieder aufzuspüren, auszugraben und der staunenden Welt vorzuführen.

Als erstes haben wir eine Bestandsaufnahme vorgenommen und uns den Hinweisen gewidmet, die zwar für jedermann in Mainz sichtbar sind, jedoch bisher völlig falschen Epochen zugeordnet wurden:
 

Die sogenannte Jupitersäule am östlichen Ende der Großen Bleiche
Eine unscheinbare Sandsteinsäule hinter dem Kleinen Haus des Mainzer Staatstheaters
Eine scheinbar wertlose Fußmatte vor der Tür einer Mainzer Wohnung in der Rheinstraße

Tatsächlich stießen wir hier auf die ersten Spuren der antiken U-Bahn:
 
 
 

Auf dieser Säule lässt sich folgende lateinische Inschrift entziffern (Text in Klammern sinnvoll ergänzt):

"M(arcus) A(urelius) Caes(ar) Rom(ae) me fec(it) in Mem(oria) pro Perf(ectione) Mog(untiae) Ub(anus). Pla(cates) fix(are) et Vel(ocipedes) adlenare prohib(itus est)."

Deutsche Übersetzung:
"Marc Arel, Kaiser von Rom, hat mich erschaffen zum Gedenken anlässlich der Vollendung der Mainzer U-Bahn. Plakate ankleben und Fahrräder anlehnen verboten."

Wesentlich leichter zu lesen war die Inschrift der Sandsteinsäule und der davor im Boden eingebetteten Tafel:

"Limes pagarius inter Flumen Vilcius et Quattrus Palus. De hic pagendum est monasterium superiore de XVIII sestertium vel descendare. Pregatus est per stare posthumus linea cantus bani. Non spumare sub plasterus et non jacere cippi cigaretti."

Übertragung:
"Zahlgrenze zwischen Vilzbach und Bleichenviertel!
Ab hier ist ein erhöhter Zuschlag zu zahlen oder auszusteigen.
Bitte hinter der Bahnsteigkante stehen. Nicht auf das Pflaster spucken und keine Zigarettenkippen wegwerfen!"

Die mikroskopische Untersuchung der Matte erbrachte einen kompletten Linienplan des Mainzer U-Bahn-Netzes.
Hier die deutsche Übersetzung:

 
 

Was aber am unglaublichsten ist: Sowohl die Untersuchung des Materialien als auch Besonderheiten in der Darstellung der einzelnen Artefakte ließen nur den Schluß zu, daß diese Gegenstände vermutlich 120 Millionen Jahre alt sind und daher eindeutig aus der Römerzeit stammen!

Zusammen mit einigen Gleichgesinnten fanden wir den geheimen Eingang zu den U-Bahn-Schächten und stiegen hinab.
 

Die Expedition steigt hinab in die Unterwelt. Was uns wohl erwarten wird?

Der subjektive Eindruck hinterließ bei den Besuchern dieses seltsamen Ortes sofort das Gefühl, daß die Gänge weiter in die Tiefe führen mussten, als wir auf den ersten Blick vermutet hatten.
 

Die Inschriften an den Wänden entsprachen denen der neuzeitlichen Londoner U-Bahn und können somit dem Sinne nach mit jenen gleichgesetzt werden. Wir befanden uns also auf dem richtigen Weg!

Und nach etwa vierzig Kilometern Fußmarsch trauten wir unseren Augen kaum:
Hier, in einem etwa 300 auf 500 Meter großen unterirdischen Raum, standen tatsächlich noch einige, voll funktionsfähige antike U-Bahn-Triebwagen einschließlich der Waggons! Die Größe der Personenwagen war selbstverständlich der Körpergröße der damaligen römische Einwohner angepasst.
 

Wagonus Mombaciensis, ein Triebwagentyp, der hauptsächlich für die Strecke Innenstadt-Mombach eingesetzt wurde.
Samplerius Lumpi, ein sogenannter Lumpensammler, nur im Spät- und Nachtverkehr eingesetzt.

Diese Entdeckungen waren eine Ungeheuerlichkeit, die noch nie in Mainz beobachtet wurden.

Dennoch begnügten wir uns nicht mit den optischen Eindrücken, sondern führten eine Reihe weitere wissenschaftlicher Messungen durch.

In der antiken U-Bahn-Kunde werden auch heute noch üblicherweise Phasenprüfer eingesetzt, die auf dem Prinzip der Schocktherapie basieren, und so setzten wir für einen ersten Test elektronische Präzisionsinstrumente mit Einsteinschen Relativitätssensoren ein.
 

Mit Hilfe eines paläforziologistischen Modellschreibers erstellte Kopie des antiken U-Bahnhofs Römerpassage/Lotharstraße "Woolworthariensis"

Da in der modernen Physik heute die Vermutung allgemein anerkannt ist, daß alle bahnpsychologischen Grundkräfte in einer einheitlichen U-Bahn-Theorie vereinigt werden können (wenn diese Theorie auch bis heute offiziell nicht existiert), führten wir als nächstes Messungen mit dem Geigerzähler sowie mit einem mobilen Feldmeßgerät speziell für den Einsatz in antiken U-Bahnhöfen durch. Beide Messungen ergaben das gleiche: Die antike U-Bahn war echt!

Damit konnte auch davon ausgegangen werden, dass sich gemäß der entschlüsselten Inschriften weitere unterirdische Bahnhöfe im gesamten Stadtgebiet befinden mussten, die wir auch nach und nach freilegten.
 

Die wiederentdeckten Bahnhöfe Parcus Populi (Volkspark) und Alea Quera (Zwerchallee)

Die daraufhin vorgenommenen Grabungen stellten alle Erwartungen in den Schatten.

In etwa 200 Metern Tiefe stießen wir tatsächlich verteilt auf das ganze Stadtgebiet auf eine Vielzahl von U-Bahnhöfen, von denen wir eine kleine Auswahl hier abgebildet haben.

Feinuntersuchungen brachten zusätzlich eine große Anzahl von Gegenständen des täglichen Bedarfs zutage:
 

Fahrschein, wahrscheinlich eingesetzt auf der Strecke nach Zahlbach.
Da die Mehrzahl der damaligen Einwohner des Schreibens und Lesens nicht mächtig war, wurde für "Zahl"bach das entsprechende Sinnbild gewählt.  
Weinkrug,
für kostenlose Erfrischungen auf den Bahnhöfen.

Statuette eines antiken Fahrkartenkontrolleurs.
Spurensicherung im Umkreis der unterirdischen Bahnhöfe. Noch unenträtselte römische Graffiti werden mit freundlicher Hilfe des Tiefbauamtes vor Vandalismus und Antiquitätenräubern gesichert.

Um es überhaupt möglich zu machen, alle diese Funde einzuordnen, benötigten wir komplizierte Computersimulationen, die die bekannten erdgeschichtlichen Kontinentalwanderungen berücksichtigten.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Untersuchung der antiken Mainzer U-Bahn zu sehen. Professor Frieder Konrath, der bekannte Mainzer Entegalist, stellte in einer Offline-Pressekonferenz der "Mainzer Allgemeinen Rhein-Main-Zeitung" klar: Die Identifizierung aller Funde aus der Zeit der römischen Besatzung von Mainz, geschah nicht durch bloßen Augenschein (was, wie man sieht, sowieso nicht möglich ist), sondern ist Ergebnis solcher umfangreicher Computerberechnungen.
 

Die Stadt Mainz plant, in diesem Gebäude, das eigens im antiken Bahnhofsstil erbaut wurde, die sensationellen Funde der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

Es bleiben natürlich noch viele Fragen offen, doch an den jetzt aufgeflammten weltweiten Spekulationen über die sensationellen Entdeckungen beteiligt sich Professor Konrath ohnehin nicht. Wie er immer wieder betont, sieht er seine Aufgabe darin, die antiken Bahnen zu untersuchen, das Material, aus denen sie gemacht wurden, um ihr Alter festzustellen, und sicherzustellen, dass sie nicht auf neuzeitliche Weise entstanden sind. Alles andere überlässt er anderen Wissenschaftlern überall auf der Welt, nachdem er seine Forschungsergebnisse nunmehr veröffentlicht hat.

Wie wir sehen, ist in diesem sensiblen Fall Ruhe und Sachlichkeit angebracht. Es wäre schade, wenn die Story jetzt durch Spekulationen zu schnell hochgeputscht würde, so dass möglicherweise seriöse wissenschaftliche Untersuchungen verhindert würden. Denn eines ist klar, wenn die antike U-Bahn von Mainz wirklich das ist, wofür wir sie halten, dann würde dies unser gesamtes Weltbild für immer verändern.
 

Modell eines von der Stadtverwaltung Mainz vorgeschlagenen Denkmals:

"Guckemol, ob de de Zuuch schun sehe duhst!"

Ausführlichere Informationen finden Sie in unserem demnächst erscheinenden Buch zum gleichen Thema

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